13 Fragen an Christian Fries

Christian Fries, 47 Jahre, Geschäftsführer/Chief Construction Officer bei BELECTRIC

 

Hallo Christian, wie lange arbeitest du schon bei BELECTRIC?
Ich bin bereits im 15. Jahr hier.

 

In welcher Abteilung bist du, wie viele Mitarbeiter sind in deinem Team?
Ich bin in der Projektrealisierung verantwortlich für derzeit rund 150 Mitarbeiter. Bei uns geht es um den Bau der Solarkraftwerke. Zum größten Teil arbeiten wir hier von unserer Kolitzheimer Zentrale aus, sind aber weltweit im Einsatz. Dann sind noch 30 bis 40 Kollegen dem Standort im brandenburgischen Luckenwalde zugeordnet. Als ich hier gestartet bin, war BELECTRIC noch sehr klein. In meinem Bereich war ich sozusagen einer der ersten Mitarbeiter.

 

Auf was kommt es in deinem Arbeitsgebiet besonders an?
Man sollte technische Zusammenhänge begreifen und mutige Entscheidungen treffen können. In einer Leitungsfunktion ist natürlich auch das Führen von Mitarbeitern eine wichtige Aufgabe. Dabei ist sehr viel Psychologie gefragt, wobei ich am intensivsten mit den jeweiligen Bereichsleitern der Kerngeschäfte zusammenarbeite.

 

Was muss man für deinen Beruf mitbringen bzw. welche persönlichen Eigenschaften sind für deine Funktion besonders wichtig?
Man muss ständig offen sein für Neues, einen Plan haben und ihn konsequent umsetzen. Ich versuche auch so gut es geht, alle Kollegen gleich zu behandeln.

 

Wie startest du morgens an deinem Arbeitsplatz?
In der Projektrealisierung sind wir generell schon sehr früh da. Ich beginne meistens mit einem Kaffee um 7 Uhr und gehe dann das Tagewerk an.

 

Wie verbringst du deine Mittagspause, gibt es spezielle Rituale?
Um ehrlich zu sein, ist für mich kaum Zeit, um eine Mittagspause zu machen. Vormittags geht es oft von einem Meeting ins nächste. Währenddessen ist es zu Recht verpönt, den Blackberry zu beackern. Dadurch staut sich meist bis mittags sehr viel an, was ich dann nacheinander abarbeite. Natürlich verlangt der Körper irgendwann nach etwas Essbarem (lacht).

 

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit bei BELECTRIC?
Insgesamt sehr freundlich. Wir versuchen stets offen miteinander umzugehen und kritische Punkte gleich direkt anzusprechen. Auch pflegen und leben wir das Prinzip der offenen Türen.

 

Was bereitet dir an deinem Job am meisten Freude?
Dass sich etwas bewegt. Die Kraftwerke wachsen nach und nach immer mehr, bis sie irgendwann fertiggestellt sind. Das ist so ein bisschen wie beim Hochhausbau. Aktuell koordinieren wir den Bau von etwa 25 Photovoltaikanlagen weltweit, die sich in ganz unterschiedlichen Stadien befinden. Ich versuche jede Baustelle mindestens einmal im Jahr zu besuchen. Ein Job nur mit Zahlen wäre nichts für mich.

 

Jetten rund um den Globus. Das ist wirklich beneidenswert.
Auf das Reisen an sich könnte ich gut und gerne verzichten. Denn das ist sehr stressig, weil es häufig nur ganz kurze Besuche sind. Und dafür setzt man sich dann für lange Zeit in den Flieger – und muss zudem Jetlags überstehen. Nach Australien fliegt man über 22 Stunden. In den Gebieten, wo unsere PV-Kraftwerke stehen, gibt es meist auch nicht viel zu sehen. Doch allein schon wegen der Baustellen-Koordination und den persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern vor Ort lohnt sich der ganze Aufwand.

 

Was ist dein Markenzeichen bei BELECTRIC?
Dass ich Ruhe ausstrahle. Aber das muss ich an vorderster Stelle auch. Schließlich gibt es immer wieder Situationen, bei denen die Kollegen ganz verzweifelt sind, ob wir den Zeitplan tatsächlich einhalten können. In solchen Momenten erwarte ich nicht nur, dass die Hausaufgaben gemacht worden sind, sondern biete auch meine Hilfe an. Wenn wir alles Menschenmögliche getan haben und dennoch nicht rechtzeitig fertig geworden sind, dann ist es kein Weltuntergang. So teile ich das auch mit. In fast allen Fällen werden wir dennoch rechtzeitig fertig – häufig sogar schon vor der Deadline.

 

Was ist deine Vision für die Zukunft bei BELECTRIC?
Mit Visionen habe ich es ehrlich gesagt nicht so. Das überlasse ich anderen. Ich sehe natürlich die Notwendigkeit, Visionen zu haben, sie zu kommunizieren und zu verwirklichen. Ich selbst konzentriere mich immer jeweils auf die nächsten ein bis zwei Jahre. Da kann ich relativ verlässliche Aussagen treffen und so immerhin einen frühen Praxistest für die Standhaftigkeit von Visionen anbieten.

 

Was war dein bislang schönstes Erlebnis bei BELECTRIC?
In meiner Zeit bei BELECTRIC habe ich einige private Schicksalsschläge von Mitarbeitenden erlebt. Es war und ist mir immer wichtig, in solchen Phasen aktiv Anteilnahme zu zeigen. Da bin ich sehr dahinter, sofern ich es denn mitbekomme. Wenn der Kollege dann nach längerer gesundheitsbedingter Abstinenz wieder auf seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann, ist das schon ein ganz besonderer Moment.

 

Wie würdest du deinen Freunden BELECTRIC als Arbeitgeber beschreiben?
Definitiv als sehr anspruchsvoll – und das meine ich ausdrücklich positiv. Wir sind auf einem spannenden Markt unterwegs, der nicht ganz einfach ist. Insofern ist hier jeder Tag eine große Herausforderung. BELECTRIC gibt seinen Angestellten genügend Freiräume, um sich persönlich weiterzuentwickeln. In vielen Bereichen ist immer noch Luft nach oben vorhanden. Man muss sie natürlich auch zum Atmen nutzen.

 

Christian, vielen Dank für das Gespräch!